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Dienstag, 1. September 2015

 Nach laaaaaanger Pause hat Gavroche heute endlich mal wieder ein bisschen Zuwendung bekommen - in Form von Schleifarbeiten, was denn sonst...
Momentan arbeiten wir an der Abdichtung der Ober- und Unterschale. Dazu haben wir bereits die alte Dichtungsmasse herausgekratzt, dabei lösten sich auch Lacksplitter. Wir haben heute dann den beschädigten Lack unter der Scheuerleiste angeschliffen, damit wir hier neu grundieren und streichen können. Weil wir wahrscheinlich mit unserem neuen Lack den alten Farbton nicht genau treffen, haben wir rundherum einen schmalen Streifen abgeklebt, damit es möglichst gleichmäßig und gewollt aussieht ;)
Und weil Schleifen so schön ist, haben wir gleich noch die Scheuerleiste mit abgeschliffen. Zum Glück hat sich dort die alte Lackierung schon zu Teilen freiwillig verabschiedet. Die lasieren wir im gleichen Farbton wie das Schiebeluk und die Handläufe. Soll ja auch alles schick werden - ne?

 
Zuhause war ich auch nicht ganz untätig - die Bodenbretter haben die letzte der gefühlt tausend Lackschichten erhalten und wir können einen weiteren Punkt von der To-Do-List streichen - Yippieh!


Montag, 22. Juni 2015

Wir waren tatsächlich heute nochmal für 1,5 Stunden am Boot und haben fertig lasiert. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden - schöne Farbe, die schwarzen Wasserränder sind nicht mehr sichtbar und insgesamt hat es uns vergleichsweise wenig Arbeitszeit gekostet.
Somit sind wir an Deck mit den "Grundlagen" tatsächlich fertig - jetzt können alle Beschläge und sonstige Kleinteile wie Fallentasche und Schlösser wieder montiert werden.
So schaut das Holz an Deck jetzt aus:



Das heißt, alles wofür man weniger technisches Geschick benötigt, haben wir erledigt. Jetzt geht es ans Eingemachte. Folgende Dinge haben wir uns für die nächsten Wochen vorgenommen:

Bugspriet-Verstrebung
Mo wird mit einer Gewindestange und Rohrteilen mit Innengewinde die Versteifung für den Bugspriet bauen. Zuvor war das mittels zweier Spanngurte gelöst, die aber Zug auf die Unterschale nach innen gegeben haben, so dass sich an den betreffenden Stellen anscheinend zwei Nieten gelöst haben. Deshalb kann man dort die Unterschale etwas eindrücken. Wir möchten durch die Versteifung erreichen, dass keine starken Zugkräfte auf den Rumpf wirken. Wenn das eingebaut ist, können wir Unter- und Oberschale neu eindichten.

Schleifen:
Bevor wir zwischen den Schalen neu dichten können, muss dort der Lack noch teilweise geschliffen und blau überstrichen werden. Beim Herauspulen der alten Dichtungsmasse kamen teilweise nämlich Lacksplitter mit... Außerdem können wir dann gleich noch den Kratzer ausschleifen, spachteln und überlackieren, der wohl irgendwann mal bei einem Transport verursacht wurde.
Schleifen müssen wir auch noch unsere neu laminierten Stellen im Unterwasserbereich.

Schwert und Schwertkasten:
Das Komplizierteste, was uns noch bevorsteht - unserer Meinung nach. Das Schwert muss entrostet werden, und der Schwertkasten braucht noch Edelstahleinsätze, falls - wie vom Käptn vermutet - doch im unteren Bereich des Schwertkastens ein feiner Riss ist. Die Einsätze dürfen das Schwert in seinem Spiel nicht einschränken, müssen aber mit Dichtungsmasse ordentlich verklebt werden. Dabei dürfen wir nicht viel Platz verschenken - das wird schwierig. Am Schwertbolzen müssen wir ebenfalls neu dichten bzw. Buchsen mit Flansch einsetzen. Wie das geht, wird schön in der Bootsreparatur-Bibel auf Seite 148 beschrieben. Trotzdem haben wir vor dieser Reparatur irgendwie am meisten Bammel...

Wenn wir diese Sachen geschafft haben, alle Beschläge plus Schwert wieder dran sind, dann kommt der schönste Teil: Elektrik und stehendes und laufendes Gut richten. Schönster Teil deshalb, weil es bedeutet, dass wir unmittelbar vor "segelklar" stehen. Ach Mensch, was wäre das toll, wenn wir schon so weit wären!

Sonntag, 21. Juni 2015


Wieder einmal arbeiten wir an mehreren Baustellen gleichzeitig, wobei eine davon heute beendet wurde. Hier der Zwischenstand:

Unten
Die Durchbohrungen wurden jetzt 5fach mit Epoxidharz überstrichen und heute dann noch gespachtelt. Jetzt muss es "nur noch" schön plan geschliffen werden. Darauf kommt dann wieder (irgendwann) der komplette Grundierung-Antifouling-Aufbau, aber das machen wir erst, wenn wir kurz davor sind, Gavroche wieder dauerhaft im Wasser zu haben. Sollten wir es echt dieses Jahr so weit schaffen, dass wir sie mal Probesegeln, wird es für dieses Mal auch noch so gehen.
Spachtel à la Orangenhaut - noch
Mitte
Feddisch! Fenster sind drin, von innen und außen mit Sika versiegelt und -verschönert (die Fensterausschnitte sahen nicht wirklich schön gleichmäßig aus) und wir nur so-la-la-zufrieden. Von innen hui von außen ... immer schön von weitem schauen, dann sieht es echt gut aus! Wir verfahren jetzt erstmal nach dem Motto: Hauptsache dicht. Und das muss sich noch zeigen.
Fensterrand jetzt mit Wasserablaufkante
Oben
Die erste Schicht Holzschutzlasur ist drauf. Ursprünglich wollten wir lackieren - aber das hätte mindestens 5 Lackschichten bedeutet plus Zwischenschliff jeweils. Vom Schleifen haben wir genug, das Holz sieht auch nicht mehr soooo schön aus, dass sich der Aufwand lohnen würde, und so haben wir uns für eine Lasur entschieden (Danke, Uwe, für den Tipp!), die unseren Arbeitsaufwand minimiert. Nur einmal Altanstrich runterschleifen, dann zweimal lasieren. Das heißt, wenn wir es morgen schaffen zum Boot zu fahren, sind wir mit diesem Punkt dann auch fertig.
vorher - nachher

Samstag, 16. Mai 2015

Es geht vorwärts, aber Erfolge sieht man noch nicht so richtig. Dafür arbeiten wir gerade an zu vielen "Baustellen" gleichzeitig.

Baustelle 1: Fenster

Im Laufe der Woche hat Mo in der Schule/auf dem Balkon/in der Halle an den Plexiglasscheiben für die Fenster gewerkelt. Er hat die Seiten angeschrägt, Löcher gebohrt und angesenkt und geflucht, weil die Löcher magisch zu wandern scheinen und dann die Scheibe nicht mehr gepasst hat. Nach ein paar Korrekturen müsste es aber jetzt funktionieren. Beim nächsten Mal am Boot können wir dann wirklich und ganz ehrlich endlich die Fenster anschrauben. Im Moment sind sie nur lose "zur "Probe" angebracht - nicht wundern, warum auf den Fotos noch die Schutzfolie auf dem Glas ist.
Bohren, bohren, nochmal bohren...
ein Haufen Kleinmetall für die Fenster

Baustelle 2: Bodenbretter

Anschleifen, lackieren, anschleifen, lackieren, anschleifen... to be continued. Aber noch ein bis zwei Lackschichten, dann sind die Bodenbretter auch fertig.

Baustelle 3: Holz an Deck

Schleifen und nochmals schleifen. Hört das denn nie auf?! Einstiegsluke und Handläufe sind aber jetzt vom alten Lack befreit. Leider sind die Hölzer unterschiedlich, also werden wir nochmal beizen, um die Farbe ein bisschen einheitlicher zu bekommen. Dann muss das Ganze natürlich auch wieder lackiert, angeschliffen, lackiert, ange...
Schleifen bis es dunkel wird...

Baustelle 4: Deckslackierung, Antirutschbelag

Heute hat Mo den restlichen Zucker abgewaschen. Und ja, es hat funktioniert! Der Lack ist rau und hat Grip. Geniale Idee. Und sollte die Antirutschwirkung nachlassen ist es wirklich superschnell und supergünstig neu gemacht. Außerdem hat Mo ein bisschen herumexperimentiert, wie wir die Deckslackierung etwas ebenmäßiger bekommen. Dadurch, dass ich über einige Stellen sehr dick drübergehen musste, dass der Untergrund nicht durchscheint, glänzt es dort besonders stark. Da wir den Glanz jetzt nicht sooooo gerne mögen, werden wir wohl nochmal mit sehr feinem Schleifpapier drübergehen und dann polieren. Hat aber keine Priorität. Funktional ist es ja jetzt schon :)


Motivationsskala:

Mo: 10/10 Punkte. Der Gute hat heute alleine 4 Stunden geschafft und sieht Erfolge. Er hat die Einstiegsluke fertig abgeschliffen, das ganze Boot geputzt und dabei dem SC Freiburg beim Siegen zugehört (ein Hoch auf unser Badezimmerradio, das eher zum Baustellenradio wird).

Birke: 6/10 Punkte. Anstatt beim Boot zu helfen musste ich ganz viel korrigieren. Mos Erfolge am Boot kann ich nur auf Fotos anschauen - ich hätte soooo gerne geholfen. Mir graut es aber vor dem nächsten Lackierprozess (never ending story) und ich finde es doof, dass spontan der Hallenpreis erhöht wurde (weil wir "mehr" Platz brauchen als gedacht und Strom nutzen). Trotzdem freue ich mich, dass es irgendwie doch immer vorwärts geht. Auch wenn die Fortschritte nicht so groß sind wie ich es mir wünschen würde.



Freitag, 3. Oktober 2014

Noch steht die Gavroche im Garten des Käptns, aber der ganze Kleinkram bevölkert mittlerweile unser Arbeitszimmer. Sämtliche Segel, Lacke, Beschläge, Ersatzleinen, Kleinkram, E-Motor, Pinne und Ruderblatt sowie Polster stopften wir in unser Mini-Auto (VW Up) und mussten doch zweimal hin- und herfahren. Jetzt hat der Käptn wieder ein nutzbares Gästezimmer, und wir spielen Bootszubehör-Tetris in unserer Wohnung. Und alles nur, weil wir es bis jetzt noch nicht geschafft haben, den Speicher ein bisschen aufzuräumen und Platz zu schaffen. Macht aber nix, so freuen wir uns jeden Tag, wenn wir die Sachen sehen, denn - wir haben jetzt ein Boot!

Dass die Gavroche 2 Jahre draußen stand, merkt man ihr an. An den Holzteilen blättert der Lack ab, sie hat schwarze Stellen im Holz und die Beschläge und das Alu-Ruderblatt sahen auch schonmal besser aus. Die Wartezeit, bis das Boot endlich in sein neues Zuhause einzieht, überbrücken wir mit Schleifen, Beizen und Lackieren. Unter dem ganzen Rott an der Pinne kam wunderschönes Holz zum Vorschein (Kirsche? Mahagoni? wir wissen es nicht), die Sperrholz-Ruderaufhängung (oder wie man das Ding nennt) hatte eher Zebramuster nach dem Schleifen. Fast weißes Holz mit schwarzen Schlieren, und mehr abschleifen wollten wir nicht. Also schön mit Clou gebeizt und anschließend mit dem Lackieren begonnen. Das machen wir jetzt zwischendurch weiter. Der Farbton stimmt nicht ganz mit der Pinne überein, aber das stört uns nicht. Soooo optisch perfekt muss es nicht unbedingt sein. Ist die Orion von sich aus ja auch nicht. ;)
Blätternder Lack und schwarze Stellen

Der alte Lack muss runter